Und ewig grüßt das Murmeltier oder auch der Laubfrosch #Stadthalle

Seit Juni 2014 bin ich nun im Stadtrat und genauso lang begleitet uns das Thema Stadthalle sanieren, Stadthalle umbauen, abreißen und Bürgerzentrum bauen oder inzwischen auch Verkauf an einen Investor, der abreißt, neubaut und kombiniert mit einem Anteil an Wohnbau zum Königshof ausgerichtet, für die Stadt quasi den Neubau eines Mehrzweckbaus mitübernimmt.

Wirklich schön isser ja nun wirklich nicht, unser Laubfrosch, aber …

fast alle genannten Alternativen scheinen in einer Stadt, die in der Haushaltssicherung steckt und versucht einen Nothaushalt abzuwenden, ziemlich unrealistisch. Selbst ein ersatzloser Abriss wäre am Ende zu teuer, wenn man dieses Herzstück an Grundstück am Rande der Innenstadt nicht an einen Investor verkauft, der dann wahrscheinlich – ratet mal – Luxuswohnungen dahin baut. Alles keine wirkliche Lösung für Mettmann und die Menschen, die hier Leben.

Im Sommerinterview hatte ich, glaube ich gesagt, dass man im Zweifelsfall vielleicht die Stadthalle zu Ende 2017 schließen müsste, übergangsweise in interkommunaler Zusammenarbeit mit Erkrath die dortige Stadthalle nutzt, bis man eine Lösung gefunden, hat, die sich in Mettmann umsetzen lässt.

Es sollen Fakten auf den Tisch

Seit diesem Interview hatte ich eher zufällig mit mehren Mettmannern und Mettmannerinnen das Thema Stadthalle in einem privaten Gespräch, in dem wir das Gesehen in der Stadt reflektiert haben. In einem Gespräch sagte mein Gesprächspartner: Es müssen doch einmal alle Fakten auf den Tisch, damit mein eine sinnvolle und ehrliche Entscheidung treffen kann.

Genau das ist der Knackpunkt. Die Etablierten Parteien haben den Auftrag an die Verwaltung gegeben, dabei liegen einige Fakten durchaus vor. Nicht auf Heller und Pfennig, aber sicher in einem Maß, indem man ein oder mehrere Alternativen ausschließen müsste. Denn wie gesagt: Es fehlt das Geld. Vor allem das in Millionenhöhe. Aber dürfen wir deswegen Mettmann auch noch dieses Stück Kultur nehmen, dass in der Stadthalle noch seinen Platz findet?

Bei meinen ersten Recherchen stieß ich auf eine Pressemeldung aus 2006, lange vor meiner politischen Zeit und damals auch fern meiner Aufmerksamkeit. In einem Workshop wurden die Alternativen für die Stadthalle fast schon einmal in ähnlicher Konstellation bearbeitet, wie sie heute wieder auf dem Tisch liegen. Was ist in den letzten 10 Jahren passiert?

Ich werde versuchen alle bereits verfügbaren Fakten zusammenzutragen. Ähnlich wie vor längerer Zeit zu Road Stop als pro und contra, möglichst ohne eigene Wertungen einfließen zu lassen. Nur das, was jeden von uns auf den gleichen Kenntnisstand setzt.

Das klappt sicher nicht innerhalb eines Tages, aber ich bemühe mich um einen zeitnahen Beitrag, der dann möglicher Weise immer weiter ergänzt wird.

Baumscheiben in Mettmann

Urban Gardening ist ein Trend, der kaum zu stoppen ist. Überall grünt und blüht es, auch in Mettmann. Aber wer versucht den offiziellen Weg über die Verwaltung zu gehen, verliert leicht einmal die Lust am verschönern.

Ich könnte wetten, dass die schönsten Baumscheiben in Mettmann ohne Rückfrage oder „Antrag“ bei der Verwaltung bepflanzt wurden. Weiterlesen

Nichts neues für Jubiläumsplatz, Schwarzbachstraße, untere Johannes-Flintrop-Straße und Breitestraße?

Es ist eine seit Monaten andauernde Diskussion. Die Diskussion um die Sperrung von Schwarzbachstraße, untere Johannes-Flintrop-Straße sowie Breitestraße für den motorisierten Individualverkehr, als auch die Diskussion um die Neugestaltung des Jubiläumsplatzes. Eigentlich eine Diskussion, die man gar nicht getrennt voneinander führen kann. Weiterlesen

Analyse: Parken und die „Brötchentaste“

Ein Antrag der CDU zur Abschaffung der sogenannten Brötchentaste in Teilen der Mettmanner Innenstadt erhitzt gerade die Gemüter der Einwohner. Aber auch die  Geschäftsleute schauen sorgenvoll auf diesen Antrag. Könnten sie doch Kunden verlieren, die  genau wissen was sie wollen und die Brötchentaste nutzen, um mal „mal eben in den Laden / die Apotheke / die Pizzeria (zum Abholen des Bestellten) zu springen“. Weiterlesen

Essbare Stadt und die Verhinderung von Bürgerbeteiligung

Ein Antrag der SPD, der im Planungsausschuss der Stadt Mettmann am 17.02.2016 mit Hilfe der Stimmen von CDU, FDP, UBWG und AfD durchgedrückt wurde, beschäftigt mich aktuell so sehr, dass ich doch etwas dazu schreiben möchte.

Unsere Fraktion Piraten/Linke und die Fraktion der Grünen haben als einzige gegen diesen Antrag gestimmt.

Papier ist geduldig – auch ein Positionspapier

Das muss man nach diesem Antrag der SPD zumindest annehmen, wenn man dieses Positionspapier gelesen hat.

Was sollen die Bürger, die sich für die Umsetzung der essbaren Stadt an der Treppe am Königshoft engagiert haben, jetzt denken? Dialog Bürger und Politik unerwünscht?

 

Weil wir Menschen sind und weil die Würde des Menschen unantastbar ist … #refugee 1

Piraten sind in erster Linie Menschen. Menschen aus allen Bevölkerungsschichten, Menschen, die sich bewusst geworden sind, dass irgendwas schief läuft und der Wert des einzelnen Menschen, seine Würde in Politik und Wirtschaft immer weniger wiegen.

Piraten sind angetreten, um etwas zu verändern. Sie wollen eine Demokratie gestalten, in der die, die es betrifft – die Bürger und Einwohner dieses Landes – aktiv mitentscheiden, wie es weitergehen kann und soll. Weiterlesen

Road Stop Mettmann – PRO und CONTRA

Galerie

Diese Galerie enthält 20 Fotos.

Aktuellste Ergänzung vom 10.1.2013 unterhalb des Originalartikels Ich schätze bei der letzten Sitzung des Planungsausschusses war man vollkommen überrascht vom Bürgerandrang, der sich aus Gegnern und Befürwortern für die Ansiedlung von Road Stop in Mettmann zusammensetzte. Der Sitzungsraum platzte jedenfalls … Weiterlesen

Road Stop Mettmann – alle sind erfreut. Alle? Eine kleine Ansiedlung leistet Widerstand …

Die Kultur darüber zu klagen, dass sich in Mettmann nichts ändert ist alt und wird bis in die heutigen Tage gepflegt.

Sicher, was die Beteiligung der Mettmanner Bürger an der Entwicklung betrifft, kann man auch heute noch in diese Kerbe einschlagen. So richtig haben die Stadtverantwortlichen noch nicht verstanden, wie Bürgerbeteiligung und das gemeinsame Tragen der daraus entstandenen Entscheidungen eigentlich funktioniert.

Aber in Punkto fehlende Einkaufsmöglichkeiten und auch fehlende Gewerbesteuer-einnahmen tut sich spätestens seit Baubeginn der Kö-Galerie und des Kö-Karree etwas, was die Mettmanner wieder hoffen lässt.

Und dann die Knaller-Nachricht, die die meisten einem Bericht in der RP entnommen haben:

Road Stop kommt nach Mettmann!

Unsere Jugend freut es genauso wie Familien und sogar ältere Mitbürger, denn Road Stop bietet ein breites Angebot an Kulinarischem verbunden mit Erlebnis und einem großen Bereich für Kinder und der Möglichkeit für private „Events“ Räumlichkeiten zu buchen.

Jetzt ist die Mettmanner Welt wieder halbwegs in Ordnung, könnte man meinen. Aber schon werden die Stimmen der Anwohner laut, die sich gegen das Projekt Road Stop stellen. Heute berichtet die RP mit Argumenten der Anwohner, wie „Wir sind damals nach Mettmann gezogen mit der Information, dass neben unserem Wohngebiet ein Gewerbegebiet entsteht, welches Wohnen nicht wesentlich stört“ .

Folgt man den Argumenten der Anwohner entsteht der Eindruck, dass sie wenig über Road Stop wissen und noch keinen Road Stop persönlich besucht haben. Sie freuen sich nicht darüber, dass sie künftig fussläufig mit oder ohne Familie ein paar nette Stunden verbringen können, sondern formieren sich gegen Road Stop, nur um am Ende eben typsich deutsch „im Recht zu sein“? Aber das liegt auch an der mangelnden Information seitens der Stadt.

Was stört Wohnen?

Ich meine das ist schon eine interessante Argumentation „ein Industriegebiet, das Wohnen nicht wesentlich stört“. Ich denke da jetzt an mehrmals täglich vorbei donnernde LKW, an Fabriklärm, an Schadstoffe oder Qualm aus Fabrikschornsteinen.

Aber dabei an einen Road Stop zu denken, der mir die Möglichkeit bietet, abends ohne viel Aufwand eine Kleinigkeit zu Essen oder im Sommer ein wenig im Biergarten abzuhängen, während die Kinder auch ihren Spaß haben?

Gastronomie in Wohnsiedlungen bedeutet für mich ein Stück Lebensqualität.

In anderen Städten ist es ganz selbstverständlich, dass man in Wohngebieten fußläufig einen kleinen Italiener oder Bistros und ähnliches findet, bei denen sich vor allem auch die Nachbarn begegnen können. Ich kannte das eigentlich nicht anders und habe mich in den letzten Jahren hier in Mettmann gewundert, dass hier Wohnsiedlungen entstehen, in denen nicht einmal der Raum für Begnung in der Planung enthalten ist.

Das ist so, als wenn man – entschuldigen Sie den Ausdruck – „eine Absteige oder ein Motel an der Autobahn“ plant. „Man schläft da ja nur …“

Liebe Anwohner des Neanderparks: Wollen Sie in Mettmann leben oder nur ruhig schlafen?

Ich habe drei Jahre in der Champagne gewohnt und fand es schrecklich, dass es dort außer einem Penny, in dem man abends vielleicht noch eine Flasche Wein kaufen konnte, nichts gab, wo man am Abend und in der Freizeit die Nachbarn mal gesellig beieinander finden konnte. Ich habe mir geschworen nie wieder in eine Wohnsiedlung zu ziehen, in der es so gar keinen Raum für Begegnung gibt.

Aber dass die Anwohner hier dann die Mettmanner Oberstadt als Argument nutzen, um Stimmung gegen Road Stop zu machen, ist ein ziemlich mieser Zug, den sich gerade „Zugezogene“ in einer Stadt verkneifen sollten. Die Oberstadt und Road Stop an der B7 sind einfach zwei Paar Schuhe.

Mettmann braucht überall mehr Leben und mehr Begegnung zwischen Jung und Alt. Dann gibt es hier auch mehr Harmonie und weniger Fronten gegeneinander.

Statt gleich „Front“ zu machen, sollte lieber das Gespräch gesucht werden. Denn das könnte viele Befürchtungen von vorn herein zerstreuen und in Mettmann könnte sich endlich einmal etwas positiv entwickeln.